Let’s talk about change #1

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Viele von uns stehen morgens auf, tapsen im Autopilotmodus in Richtung Bad, klatschen uns wenig lieblos ein, zwei Hände kaltes Wasser ins Gesicht, schminken uns, putzen die Zähne und der Kaffee wird die trockene Kehle husch-di-husch heruntergeschüttet. Zeit zum Atmen und zum Bewusstsein haben – nein – nehmen wir uns nicht. Wir wollen perfekt aussehen und perfekt wach sein um perfekte Leistung im Job erbringen zu können, aber auf das perfekte Frühstück, das ja „nur uns“ dient, verzichten wir gerne. Wir rennen, pausenlos. – WOLLEN wir das wirklich so? Und wenn ja, warum?

#littlereminder #letstalkaboutchange

Folter, Gewalt, Krieg – dafür gibt es keinen passenden Titel

Ich sitze draußen – 24°C, abends. Neben mir eine Flasche Wasser. Grillenzirpen und schwarzes Nichts umgibt mich. Seit Jahren – seit ich auf dem Balkan war – das selbe Spiel: Ich starre dieses verdammte weiße Nichts auf meinem Monitor und versuche Worte, die seit Langem raus müssen, zu finden. – In mir drin tobt ein Sturm; ausgelöst durch die vergangenen Monate und Jahre und die Reaktionen darauf. Die Schreibblockade ist immer noch mächtig, auch wenn die Ereignisse der letzen Monate diese Schreibblockade gerade lösen, weil ich viel zu viel zu sagen habe. Auch wenn es keinen interessiert. Auch wenn der Text anders wird, als ich je dachte… Am 16.12.2015, sind Bilder und Geschichten von HRW (Human Rights Watch) durch die Medien gegangen. Bilder von gestorbenen Folteropfern. Ich kannte persönlich ein Folteropfer. Inklusive Vorher-Bilder, und das „Nachher“-Live-„Bild“. Ich ertrage die Menschheit um mich herum nur noch begrenzt. Mein Text wird niemals das ganze Grauen, das Kriege darstellen, auch nur in Ansätzen wiederspiegeln können. Niemals. Nie. – Aber ich will nicht mehr länger am Text herumfeilen. Er muss raus, ihn nicht zu veröffentlichen ist keine Option mehr.

Wei­ter­le­sen…